Schreibwerkstatt (Leseprobe)

Meine Aufmerksamkeitsspanne gleicht häufig der eines Eichhörnchens und so kommt es, dass ich nicht selten mehrere 'Projekte' gleichzeitig bearbeite.

Seit längerer Zeit schon schreibe ich an einem Kinderbuch und heute möchte ich euch eine kleine Kostprobe zukommen lassen. Es handelt sich um eine unbearbeitete, sicher nicht fehlerfreie Version, also bitte um Nachsicht:

Ferdi war sein bester Freund und Jacques wusste, wie sehr er immer zu ihm hielt und dass er ihm alles anvertrauen konnte.

Er erinnerte sich noch ganz genau an de Tag an dem er Ferdi kennengelernt hatte:

Es war vor ungefähr 5 Jahren, an Jacques erstem Schultag. Er war so unglaublich aufgeregt an diesem Tag,er konnte kaum essen. Ihm war einfach nur übel.

"Was, wenn die anderen Schüler mich nicht mögen oder ausschließen?" fragte er seine Mutter beim Frühstück.

"Jacques, sie werden dich mögen. Wie kommst du nur auf solche Gedanken?" sagte Mimi. "Mama, ich bin anders. Das weißt du, das weiß ich, alle wissen es." antwortete Jacques. "Du bist perfekt so wie du bist, und nun ab zum Zähne putzen. In fünf Minuten müssen wir los." sagte Mimi und kramte in ihrer Handtasche nach ihren Autoschlüsseln.

Auf der Fahrt zur Schule konnte Jacques nur an die anderen Kinder in der Schule denken. Er als Hamster ganz allein unter den normalen Kindern- sein Bauch verkrampfte sich.

Mimis Wagen hielt vor der Eingangstür, Jacques schulterte seinen Schulranzen und kletterte vom Rücksitz des Autos. Instinktiv versuchte er in eine andere Richtung zu laufen, jedoch bemerkte Mimi sein Unbehagen und schob ihn sanft in Richtung Schuleingang.

Im Gebäude merkte Jacques sofort wie er alle Blicke auf sich zog und es war ihm unangenehm.

Sie müssen Mimi und Jacques Klee sein,“ begrüßte sie eine untersetzte, bieder gekleidete Dame mittleren Alters „willkommen an der Schule Regenbogen. Ich hoffe Sie haben gut hergefunden, Frau Klee?“

Mimi und die Dame unterhielten sich, aber Jacques bekam nichts von dem Gespräch mit. Er war überwältigt von den Eindrücken in der Schule: Die vielen Kinder, die vielen Treppen und all die bunten Bilder. Ein wildes Treiben und Durcheinander. Das reinste Chaos.

Jacques,“ sprach ihn die Dame an „ich bin deine Klassenlehrerin Fräulein Heuschrecke, ich zeige dir nun dein Klassenzimmer. Es liegt im ersten Geschoss.“

Jacques sah zu seiner Mutter und wusste, dass es nun Zeit war sich zu verabschieden, allerdings hätte er sich lieber in Mimis Jackentasche verkrümelt. Mimi drückte Jacques einen dicken Schmatzer auf die Nase und versicherte ihm ihn pünktlich am Mittag wieder von der Schule abzuholen. Jacques hätte am liebsten ein bisschen geweint.

Dann komm mal mit, kleiner Mann“ sagte Fräulein Heuschrecke und eilte voraus. Sie ging so zügig, dass Jacques Mühe hatte mit ihr Schritt zu halten. Zwar war er sehr viel kleiner als sie, aber dennoch ein sehr flinker Hamster. Er huschte also hinter ihr her und musste auf der Treppe sogar einigen anderen Schülern ausweichen, um nicht nieder getrampelt zu werden. Fräulein Heuschrecke bemerkte dies offensichtlich. „Vielleicht läufst du einfach den Handlauf hoch?!“, schlug sie ihm vor. Oben angekommen bogen sie direkt in das erste Klassenzimmer auf der rechten Seite ein. Klasse 1b, Lehrerin Fräulein K. Heuschrecke stand auf dem Türschild.

Jacques, darf ich dir vorstellen: Ferdi Bussard. Er ist ganz neu in der Stadt. Familie Bussard ist erst vor 3 Wochen aus Norwegen hergezogen. Vielleicht setzt ihr euch nebeneinander?!“ sagte sie und fügte hinzu „welch ein Glück, dass wir zwei so besondere Schüler in unsere Klasse haben dürfen. So etwas gab es noch nie. Wundervoll!“

Jacques traute seinen Augen nicht. Vor ihm saß ein junger Mäusebussard auf dem Schultisch. „Ich muss noch etwas erledigen und werde pünktlich zur Schulstunde zurück sein. Bis dahin könnt ihr euch ein wenig beschnuppern.“ rief Fräulein Heuschrecke und eilte zur Tür hinaus.

Jacques und Ferdi kamen sofort miteinander ins Gespräch und Jacques war froh als er hörte wie viel Angst auch Ferdi vor seinem ersten Schultag hatte.

Von diesem Tag an waren Jacques und Ferdi unzertrennlich und verbrachten beinahe jede feie Minute miteinander.

 

 

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